Auf die Frage, wie es um den Datenschutz bei ThyssenKrupp bestellt ist,
antwortet Helmut Höfer: „Das Thema hat natürlich in einem weltweit
tätigen Konzern eine herausragende Bedeutung. Zumal wir, historisch
bedingt durch die Montan-Mitbestimmung, immer schon ein besonderes
Augenmerk auf den Arbeitnehmer-Datenschutz gelegt haben. Wir sind seit
dem ersten Tag des Datenschutzgesetzes gut in Sachen Datenschutz
aufgestellt.“
Bei
ThyssenKrupp ist ein Konzernbeauftragter für den Datenschutz bestellt,
der für zentrale Datenschutzfragen in sämtlichen Unternehmen des
ThyssenKrupp Konzerns zuständig ist. Für jedes deutsche Unternehmen ist
eine formelle eigene Bestellung zum betrieblichen
Datenschutzbeauftragten erfolgt. Unterstützend sind betriebliche
Bereichsbeauftragte und Arbeitsgruppen Datenschutz benannt. „Wir sind
allein in Deutschland für etwa 140 Gesellschaften zuständig, die wir
unmittelbar beraten und betreuen. Aber auch internationale Fragen wie
z.B. zum grenzüberschreitenden Datenverkehr müssen beantwortet werden.
Dies zeigt, wie bedeutend die Auswahl eines
Datenschutzmanagement-Systems für uns war“, sagt Helmut Höfer.
Integration in Unternehmensprozesse
ThyssenKrupp
hat sehr früh erkannt, dass es sinnvoll ist, den Datenschutz als
prozessbegleitenden Faktor in die Unternehmensprozesse einzubinden. So
wird eine neue Software oder eine Erweiterung von bestehenden Systemen
dem Datenschutzbeauftragten gemeldet und in privacyGUARD für die
weiteren Prüfungsschritte (z.B. Vorabkontrolle) registriert. Höfer: „Wenn wir das Thema Datenschutz in die Prozesse integrieren, dann müssen
wir auch die Zuverlässigkeit des Datenschutz-Managements überwachen.
Wir müssen einerseits beratend ‚hinwirken‘ und andererseits eingeleitete
Maßnahmen überwachen. Deshalb brauchen wir ein geeignetes Tool in dem
die betrieblichen Umsetzungsmaßnahmen dokumentiert sind.“ Neben dem
Bundesdatenschutzgesetz gibt es eine Vielzahl anderer Vorschriften, die
der Datenschutzbeauftragte beachten muss. Daneben bestehen
Schnittstellen zur Informationssicherheit. „Es ist schier unmöglich,
einen hohen Qualitätsanspruch an den Datenschutz zu legen, ohne ein
entsprechendes Management-Tool zu nutzen“, sagt Helmut Höfer.
Sichere Entscheidung für privacyGUARD
Die
Suche nach einem passenden System erfolgte unter verschiedenen
Kriterien, der Markt wurde gründlich sondiert, auch eine
Eigenentwicklung war nicht ausgeschlossen. „Im Rahmen einer
Markt-Analyse und nach einigen Testinstallationen haben wir uns sehr
sicher für privacyGUARD entschieden“, so Höfer. Bei der Entscheidung für
privacyGUARD spielte nicht nur das positive Kosten-Nutzenverhältnis
eine Rolle, sondern auch die hohe Ergonomie. Höfer: „Ganz ohne
Erfassungsaufwand geht es zwar bei keinem Tool, aber die Anwendung muss
dennoch im Ergebnis helfen, Zeit zu sparen“
Instrument zur Planung und Kontrolle
Ein
weiterer Fokus von Höfers Arbeit liegt auf der Verfahrensinventur, die
bei ThyssenKrupp in regelmäßigen Intervallen angestoßen wird. „Die
zentral dokumentierte Verfahrensinventur ist ohne Unterstützung durch
eine Software-Lösung nicht zu schaffen. So ist privacyGUARD für uns auch
ein wichtiges Planungs- und Kontrollinstrument“. Hier greift das
Konzept der Muster-Verfahren. „Wenn wir einmal ein Muster-Verfahren
eingerichtet haben, reduziert sich die Eingabezeit für weitere Verfahren
deutlich“, so Höfer weiter. Ähnliche Muster- und Vorlagenkonzepte
finden sich an vielen Stellen, z.B. als Checklisten für Audits im
Programm wieder. Helmut Höfer: „Wir können eigene Vorlagen einbinden
oder Standard-Vorlagen anpassen und somit privacyGUARD speziell auf
unsere Anforderungen zuschneiden. Sukzessiv wird privacyGUARD zu unserer
eigenen Anwendung.“
Flexibilität durch Konzern-Modul
Besonderes
Augenmerk legt ThyssenKrupp auf das Konzern-Modul von privacyGUARD.
Höfer: „privacyGUARD erlaubt in der aktuellen Konzern-Variante die
organisatorische Einbindung von Gesellschaften.“ Gelegentlich werden
Gesellschaften umbenannt oder innerhalb der Konzernhierarchie anders
zugeordnet. „In privacyGUARD ist es praktisch ‚per Mausklick‘ möglich,
die Zugehörigkeit zur jeweiligen Führungsgesellschaft zu kennzeichnen
und neue Gesellschaften einzufügen. Auch die dabei entstehenden
Organigramme sind für uns in der Praxis außerordentlich hilfreich“, so
Höfer weiter.
Bei
der Vielzahl der Gesellschaften hilft privacyGUARD, den Überblick über
die eingeleiteten Maßnahmen zu behalten. Höfer: „Es geht nicht nur
darum, die Daten abzulegen, sondern man muss mit den Informationen auch
arbeiten. Hier liegt der wesentliche Schwerpunkt unserer
Datenschutzarbeit“. Um welche Arbeiten handelt es sich? Höfer: „Es
handelt sich um Präventiv- und Audit-Maßnahmen, Unterstützung der
Mitarbeiter, Merkblätter und Arbeitshilfen. All diese Prozesse und
Dokumente verwalten wir mit privacyGUARD. Deshalb sind wir in der Lage,
deutlich schneller zu reagieren.“
Die Anwendung übernimmt also
nicht nur Archiv-Funktionen? „So ist es. Nehmen wir zum Beispiel unsere
Schulungen. Wir bieten neben den Standard-Schulungen per CBT im Intranet
für die unterschiedlichsten Personengruppen Datenschutz-Schulungen an.
In privacyGUARD können wir nachhalten, wie und wann jemand geschult
wurde. So entsteht eine Historie. Es reicht ja nicht aus, einen
Mitarbeiter nur einmal in zehn Jahren zu schulen. Das wäre
kontraproduktiv.“
Bedienung über Web-Oberfläche
Stichwort
Internationalität. Wie wichtig ist dabei die Bedienung von privacyGUARD
über die Web-Oberfläche? „Wenn man weltweit Datenschutz koordiniert,
dann geht das nur über ein webbasiertes Tool. Wir planen die Nutzung der
Web-Oberfläche. So können wir die Gesellschaften künftig bitten,
bestimmte Eingaben selbst zu übernehmen. Im Rahmen eines konzerninternen
Intranets können wir das sehr schön realisieren“, sagt Helmut Höfer.
Gibt
es branchenspezifische Merkmale im Rahmen der Nutzung von privacyGUARD
bei ThyssenKrupp? Helmut Höfer: „Bis jetzt noch nicht. Aber der Appetit
kommt ja bekanntlich beim Essen. Wir sind absolut sicher, dass wir
gemeinsam mit otris noch Besonderheiten diskutieren werden, die
privacyGUARD für uns noch besser machen.“
Über ThyssenKrupp
ThyssenKrupp
ist ein weltweit tätiger integrierter Werkstoff- und
Technologiekonzern. Fast 188.000 Mitarbeiter arbeiten mit Ideen und
Innovationen in über 80 Ländern an Produktlösungen für nachhaltigen
Fortschritt. Sie erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008/2009 einen
Umsatz von mehr als 40 Mrd €.
Acht Business Areas bündeln die
Aktivitäten und das Know-how des Konzerns in den strategischen
Kompetenzfeldern Materials und Technologies.